Marktplatz oder Onlineshop?
Brauchst du für deine Produkte und Dienstleistungen einen Marktplatz oder einen Onlineshop? Schauen wir uns die verschiedenen Formen und Arten von Online-Marktplätzen an und wie du auf unterschiedliche Weise damit Geld verdienen kannst.
Was bedeutet ( Online- ) Marktplatz?
Marktplatz und Onlineshop sind beides E-Commerce-Plattformen, funktionieren aber unterschiedlich. Ein Marktplatz ist eine Website oder App, über die man bei vielen verschiedenen Anbietern einkaufen kann. eBay ist zum Beispiel das Paradebeispiel für einen Online-Marktplatz, denn dort wird alles an jeden verkauft.
Wie funktioniert ein Marktplatz? Er dient als Anlaufstelle für eine große Zahl von Käufern und Verkäufern, die ihre Geschäfte über eine einzige Website abwickeln. Die Formen reichen von Websites wie Amazon, eBay und Airbnb bis zu mobilen Apps wie Wish, Lyst und Grabble. In diesen Fällen ist die Plattform also der Vermittler zwischen denen, die Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, und denen, die sie kaufen.
Ein Onlineshop dagegen ist eine E-Commerce-Plattform mit eigenem Domainnamen – eine einzelne Ladenfront, über die ein einziger Verkäufer seine Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Alternative Bezeichnungen dafür sind „E-Tailing“, kurz für „Electronic Retail“, oder „E-Shopping“, kurz für „Electronic Shopping“. Onlineshops können unterschiedlich groß sein, mit Hunderten kleiner Produkte von nur einer oder zwei Marken.
Arten von Marktplätzen
Marktplatz vs. E-Commerce
Klassische E-Commerce-Websites sind Ladenfronten, über die eine Person ihre Waren verkauft. Marktplätze hingegen ermöglichen es vielen Menschen, ihre Produkte und Dienstleistungen Seite an Seite anzubieten. So gibt es etwa Marktplätze für Verkäufe, Marktplätze für Vermietungen usw. Online-Marktplätze dominieren das 21. Jahrhundert, weil sie viele Vorteile bieten – geringere Kosten bei Wertschöpfung und Konsum sowie Qualitätskontrolle. Sie bedienen B2C- und B2B-Märkte und ermöglichen dabei rasantes Wachstum.
Sehen wir uns die möglichen Arten von Marktplätzen und ihre Definitionen an. Hier ist die Liste:
- B2B – eine Plattform für den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen zwischen Unternehmen.
- B2C – eine Plattform für den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen von Unternehmen an Kunden.
- C2C – eine Plattform für den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen zwischen Kunden.
- E-Commerce – eine Plattform für nur zwei Parteien, z. B. Verkäufer und Käufer
- M-Commerce – eine Plattform zum Kaufen oder Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen über mobile Geräte wie Smartphones und Tablets.
- Crowdfunding – eine Plattform, auf der Menschen ihre Projekte vorstellen und über Spendenaktionen Geld für deren Umsetzung sammeln.
- Peer-to-Peer – eine Plattform, die Nutzer zusammenbringt, die Produkte über Offline-Dienste anbieten.
- Auktionsplattformen – eine Plattform, auf der Verkäufer einen Artikel einstellen und die Laufzeit des Angebots festlegen. Das Bieten beginnt bei einem vom Verkäufer festgelegten Preis, und am Ende gewinnt der Höchstbietende.
Wie verdienst du Geld?
Marktplätze entwickeln viele Funktionen und Marketingstrategien, um ihre Nutzer auf der Plattform zu halten. Aber wie profitierst du davon? Die Geschäfte der Nutzer werden auf der Plattform abgeschlossen, und auch die Zahlung läuft über die Plattform selbst. Mit einem Online-Marktplatz hast du mehrere Möglichkeiten, Einnahmen zu erzielen.
- Registrierungsgebühr
- Einstellgebühr
- Verkaufsgebühr
- Lead-Gebühr
- Abonnementgebühr
Wie oben aufgeführt, gibt es mehrere Wege, mit deinem Marktplatz Geld zu verdienen. Natürlich muss jede dieser Möglichkeiten von einer Marketingstrategie getragen werden. Sonst riskierst du, dass dein Marktplatz nur wenige Nutzer gewinnt.
Vor- und Nachteile
Mit der Registrierungsgebühr nimmst du gleich zu Beginn etwas Geld ein. Sie bietet sich an, wenn du neuen Nutzern deiner Plattform besondere Vorteile gewährst.
Ein gutes Beispiel für eine Einstellgebühr ist die Angebotsgebühr bzw. „Vorab“-Gebühr, die eBay Verkäufern berechnet, wenn sie einen Artikel bei eBay zum Verkauf einstellen. Außerdem fließen die Angebotsdauer sowie Werbe- und andere Zusatzfunktionen (auch Angebots-Upgrades genannt), die der Verkäufer hinzufügt, in die Angebotsgebühren ein. Ich empfehle dieses Modell, wenn dein Marktplatz auf einzigartige Produkte und Objekte wie Antiquitäten ausgerichtet ist.
Bei der Verkaufsgebühr handelt es sich um eine Einnahmestrategie, bei der du an jeder Transaktion von Produkten und Dienstleistungen einen festen Anteil erhältst. Du kannst den Verkäufern bei jeder Transaktion eine Rechnung stellen, nachdem sie die Zahlung direkt vom Käufer erhalten haben. Du kannst auch monatlich abrechnen oder mit parallelen Zahlungen arbeiten, bei denen die Gebühr manuell abgezogen wird. Das ist zwar ein recht aufwendiger Prozess, lohnt sich aber, da du deinen Kontostand damit sehr systematisch nachverfolgen kannst.
Die Lead-Gebühr ist am sinnvollsten, wenn du hauptsächlich Dienstleistungen anbietest. Die Verkäufer zahlen dafür, eine Liste potenzieller Käufer einzusehen, und nutzen diese Leads, um gezielt Anfragen zu einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung zu bedienen. Außerdem verteilt das Cost-per-Lead-Modell die Verantwortung für den Erfolg gewissermaßen zwischen Anbietern und Werbetreibenden. Die Anbieter sind dafür verantwortlich, die Anzeigen so vor ihre Zielgruppe zu bringen, dass sie Reaktionen erzeugen, während die Werbetreibenden dafür sorgen müssen, Leads in Verkäufe umzuwandeln. Mehr über die häufigsten Fehler im E-Commerce erfährst du auf Yclas.com https://yclas.com/blog/most-common-errors-in-e-commerce.html
Die Abonnementgebühr ist eine Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde, nach der der Kunde regelmäßig Produkte oder Dienstleistungen erhält und dafür bezahlt, meist monatlich oder für ein Jahr. Marktplätze profitieren von der Abonnementgebühr als wiederkehrender Einnahme. Ein Verbraucher zahlt zum Beispiel eine Jahresgebühr, um als Erster alle neuen Rabatte zu erhalten. Für viele Verkäufer und Käufer ist ein Jahresabo allerdings eine zu große Investition.
Weniger Aufwand & mehr Geld
Darüber hinaus helfen uns Marktplätze, mit wenigen Klicks nach allem Möglichen zu suchen, und verringern so den Aufwand für beide Seiten. Der Zugang ist sofort möglich, es gibt bei einem Online-Marktplatz also keine Öffnungs- oder Schließzeiten. Du sparst Geld bei Lagerbestand, Fläche usw. Grundsätzlich besteht der Hauptzweck eines Marktplatzes darin, die richtigen Anbieter mit den richtigen Menschen zusammenzubringen.
Fazit
Damit kennst du die Grundlagen zu Online-Marktplätzen, ihren verschiedenen Arten und den Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen. Wenn du einen Marktplatz aufbauen willst, musst du viele verschiedene Bereiche abdecken und dich durch jede Menge Informationen arbeiten. Selbst Dinge wie die richtige Designwahl, das Team, das du einstellen musst, sowie Marketing- und Werbestrategien können am Anfang eine Herausforderung sein. Wenn du gute Ideen für eine Unternehmensgründung suchst, schau dir unsere Vorschläge zum Erstellen einer Website an. Mit Yclas ist deine Website startklar, ohne dass du dir Gedanken über technische Fragen oder Hosting machen musst – und du brauchst keinerlei Kenntnisse in Webentwicklung! Die Plattform ist benutzerfreundlich gestaltet und deckt alle Aspekte ab, die du brauchst. Ob du einen Marktplatz oder einen Onlineshop aufbauen möchtest: Es gibt spezielle Themes, passende Funktionen, Android- und iOS-Apps, Wartung und Support während des gesamten Prozesses, kostenlose Videokurse und vieles mehr.