3 Wege, wie du Käufer für deinen Marktplatz begeisterst

Drei Wege, wie du das Interesse von Käufern für deinen neuen Online-Marktplatz weckst.

2021 lagen Amazon und eBay bei den Besucherzahlen vor allen anderen Online-Marktplätzen der Welt.

Beim Bruttowarenvolumen lag Taobao auf Platz eins.

Und die meisten Verkäufer in den USA entschieden sich für eBay.

Bei der Vielzahl an neuen Plattformen, die an den Start gehen, braucht es harte Arbeit, um Käufer zu gewinnen und groß rauszukommen.

Vor allem, wenn es um deine allerersten Käufer geht.

Sorge dafür, dass dein Online-Marktplatz einfach zu bedienen ist

Die erste Regel von Googles „Zehn Grundsätzen“ lautet: „Der Nutzer steht an erster Stelle, alles Weitere ergibt sich von selbst.“

Es gibt viele Gründe, warum das zum wichtigsten Grundpfeiler von Googles Arbeitsweise geworden ist.

Die User Experience ist einer der stärksten Hebel, die ein Unternehmen für seinen Erfolg nutzen kann.

Experten zufolge kann eine bessere User Experience die Business-KPIs um mehr als 80 % steigern.

Unternehmen, die einen Dollar in bessere Benutzerfreundlichkeit investieren, können durch höhere Conversion-Raten eine Rendite von rund hundert Dollar erzielen.

88 % der Nutzer besuchen Websites, die sie nicht für benutzerfreundlich oder gut bedienbar halten, kein zweites Mal.

Wie sieht ein benutzerfreundlicher Online-Marktplatz aus?

UXDesign.cc empfiehlt, die folgenden Funktionen in deinen Online-Marktplatz einzubauen, um eine hervorragende Benutzerfreundlichkeit zu bieten:

Produktbeschreibung: Laut einer Umfrage von Salsify halten rund 87 % der Käufer Produktbeschreibungen für wichtig bei ihrer Kaufentscheidung.

Wenn sie ein Produkt in Betracht ziehen, lesen 76 % die Beschreibung – und 50 % der Kunden schicken ein Produkt zurück, wenn sie finden, dass es nicht der Beschreibung entspricht.

Fotos: Genauso wichtig für die Kaufentscheidung sind Produktfotos.

75 % der Käufer verlassen sich auf Produktfotos, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden.

Auch Airbnb erkannte die Wirkung professioneller, hochauflösender Fotos, nachdem sich der Umsatz verdoppelt hatte, als in der Anfangszeit hochauflösende Fotos der Inserate auf die Plattform hochgeladen wurden.

Videos: Wusstest du, dass Videos laut Videomarketern den Return on Investment steigern, teilweise um bis zu 89 %?

Deshalb haben Berichten zufolge 96 % der Marketer einen Teil ihres Werbebudgets in Videos gesteckt.

84 % der Internetnutzer sagen, dass Videos entscheidend dazu beigetragen haben, sie vom Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung zu überzeugen.

Dein Online-Marktplatz sollte Produktbewertungen von Kunden zeigen, um Käufer anzuziehen

93 % der Verbraucher lesen Bewertungen, um zu entscheiden, ob sie ein Produkt kaufen oder nicht.

Und 91 % der 18- bis 34-Jährigen halten Erfahrungsberichte oder Bewertungen für genauso vertrauenswürdig wie persönliche Empfehlungen.

Hier noch ein paar weitere Punkte:

- Zeige verschiedene Farboptionen für Produkte und die Verfügbarkeit in mehreren Ladengeschäften an.

- Mach deinen Online-Marktplatz mobilfreundlich, denn mobile Nutzer verlassen deine Website mit fünfmal höherer Wahrscheinlichkeit, wenn sie nicht für ihr Gerät optimiert ist.

- Beseitige defekte Links und 404-Fehler; die können viele Ursachen haben, etwa ein geändertes Verzeichnis, eine verschobene Seite oder nicht geprüfte Links.

- Verkürze die Ladezeit: Jeder vierte Besucher verlässt eine Website, die länger als 4 Sekunden zum Laden braucht, und 46 % kommen nicht wieder.

Mach das Design deines Marktplatzes attraktiver für Käufer

Laut Marktstudien beruhen 94 % der ersten Eindrücke auf dem Website-Design.

Warum zieht gutes Webdesign Käufer an?

Erstens prägt es deine Glaubwürdigkeit.

GoodFirms stellt außerdem fest, dass 61,5 % der Besucher eine Website mit schlechter Navigation verlassen, und fast 40 % tun dasselbe, wenn dein Online-Marktplatz ein veraltetes Design hat.

Außerdem sagen 75 % der Menschen, dass sie die Vertrauenswürdigkeit einer Website anhand ihres Designs beurteilen.

Das nennt man auch oberflächliche Glaubwürdigkeit, und verschiedene Designelemente tragen dazu bei.

Dazu gehören stimmige Farbschemata und gut lesbare Schriften.

85 % der Käufer sagen, dass sie ein Produkt vor allem wegen seiner Farbe kaufen.

Genauso werden deine Käufer den Wert deiner Website nach deinem Farbschema beurteilen.

Die richtigen Farben an den richtigen Stellen einzusetzen, lohnt sich besonders, denn Farbpsychologie kann die Stimmung deiner Käufer und deinen Verkaufszyklus beeinflussen.

Wähle die richtigen Farben für dein Logo, deine Landingpage, Menüleisten, Titelbilder und Social-Media-Beiträge.

Es heißt sogar: „Webdesign ist zu 95 % Typografie.

Typografie zu optimieren bedeutet, Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit [und] die gesamte grafische Balance zu optimieren.“

Wähle deine Schriften passend zur Persönlichkeit deiner Marke.

Verspieltere Schriften wie Pacifico eignen sich am besten für weniger ernste Inhalte, etwa lustige Fakten über ein Produkt oder eine Dienstleistung, die du hervorheben möchtest.

Je wichtiger ein Textblock ist, desto größer sollte er sein.

Für gute Lesbarkeit liegt die ideale Zeilenlänge bei 45 bis 75 Zeichen.

Außerdem sollte dein Webdesign auf hochauflösende Bilder, ein professionelles Logo und hochwertige Inhalte setzen.

Ein weiterer Punkt bei der Gestaltung deines Online-Marktplatzes ist die Absicht der Käufer.

Je nachdem, ob dein Marktplatz eine B2B- oder B2C-Plattform ist, haben Käufer unterschiedliche Absichten.

Für B2B-Kunden haben geschäftliche Prioritäten oberste Bedeutung.

Daher sollte dein Website-Design Online- und Offline-Vertriebsstrategien und -methoden kombinieren, von Social Media bis zu persönlichen Demos.

Bei B2C-Kunden betont Think With Google, dass kognitive Verzerrungen das Einkaufsverhalten prägen und letztlich Kaufentscheidungen beeinflussen.

Dein Website-Design sollte diese Verzerrungen berücksichtigen:

  • Kategorie-Heuristiken
  • Die Macht des Jetzt
  • Social Proof
  • Knappheitseffekt
  • Autoritätseffekt und
  • Die Macht des Kostenlosen

Bevor du jedoch die User Experience und das Design deiner Website planst, tritt einen Schritt zurück und stütze dein Vorgehen auf zwei wichtige Anker:

  • Zweck oder Ziele der Website
  • Zielgruppe

Für bessere Käufer brauchst du bessere Verkäufer auf deinem Online-Marktplatz

Hol dir die richtigen Verkäufer!

Der Erfolg eines Online-Marktplatzes hängt von einer feinen Balance zwischen guten Käufern und guten Verkäufern ab.

Laut Thales Teixeira, Professor an der Harvard Business School, bringen dir die richtigen Anbieter nicht nur Kunden – sondern auch Marketing über deine Kunden.

Wie gelingt das?

Erstens: Finde Verkäufer dort, wo sie sind.

Es gibt viele Plattformen, über die du mit Verkäufern in Kontakt kommen und sie ermutigen kannst, deinen Marktplatz auszuprobieren.

Ganz oben auf der Liste stehen Foren wie Web Retailer und das Ecommerce Fuel Forum sowie Q&A-Websites wie Reddit und Quora.

Ebenso kannst du Kontakte nutzen, die du über andere Marktplätze wie Amazon oder eBay geknüpft hast.

Oder du machst es wie Etsy und gehst offline auf Verkäufer zu.

Vor dem Start besuchten die Gründer verschiedene Kunsthandwerksmärkte in den USA, um die besten Anbieter zu finden und ihnen ihre Plattform vorzustellen.

Uber rief seine allerersten Fahrer ebenfalls unaufgefordert an, um herauszufinden, ob jemand Interesse hätte, die Plattform auszuprobieren.

Biete deinen Verkäufern außerdem ein unwiderstehliches Wertversprechen.

Das können niedrigere Provisionen, Zugang zu Premium-Funktionen oder andere Vorteile sein.

Oder du hebst deine Website von der Konkurrenz ab – auch von etablierteren Marktplätzen –, indem du deren Schwächen zu deiner Stärke machst.

So beschweren sich Fiverr-Verkäufer häufig, dass die Plattform sehr streng mit ihren Regeln ist, sodass sie das Gefühl haben, jederzeit rausfliegen zu können.

Amazon-Verkäufer wiederum konkurrieren mit Millionen anderer Verkäufer.

Neueinsteiger müssen ihren Warenbestand anfangs oft selbst vorfinanzieren, weil sie ihre Gewinne nicht sofort von der Plattform erhalten.

Wenn dein Marktplatz die typischen Schmerzpunkte löst, die Verkäufer auf anderen Plattformen erleben, kann das eine enorme Anziehungskraft auf dein Geschäft haben.

Und wenn du schon mit dem Marketing begonnen hast, kannst du Verkäufer auch damit locken, dass du ihnen zeigst, was sie gewinnen können, wenn sie deiner Plattform beitreten.

Wir hoffen, dieser Artikel hat dir Ideen geliefert, wie du Käufer für deinen Online-Marktplatz gewinnst! 

Schick uns gern deine Fragen. 

Yclas

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