eBay Kleinanzeigen USA: Die besten Alternativen 2026

Gibt es eBay Kleinanzeigen in den USA? Nein. Die US-Alternativen 2026: Craigslist, Facebook Marketplace, OfferUp und mehr, mit Gebühren und Betrugstipps.

eBay Kleinanzeigen USA: Die besten Alternativen 2026
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Kurz gesagt: eBay Kleinanzeigen gibt es in den USA nicht, und auch Kleinanzeigen.de nicht. eBay hat sein Kleinanzeigen-Geschäft 2021 an Adevinta abgegeben, seit Mai 2023 heißt die Plattform nur noch Kleinanzeigen, und sie ist ausschließlich in Deutschland aktiv (Adevinta, 16. Mai 2023). eBay selbst gibt es in den USA zwar (ebay.com), aber als Versand-Marktplatz, nicht als lokale Kleinanzeigen-Seite. Was Kleinanzeigen in Deutschland ist, sind in den USA vor allem Craigslist, Facebook Marketplace und OfferUp: Auf allen drei inserierst du normale private Angebote kostenlos und wickelst das Geschäft vor Ort ab.

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Teil des Leitfadens Kleinanzeigen-Websites nach Land

Kleinanzeigen USA: die wichtigsten Seiten im Überblick

SeiteAm besten fürKosten fürs InserierenAppHinweis
CraigslistAlles Lokale: Verkauf, Wohnungen, Jobs, DienstleistungenMeist kostenlos; 5 $ für Autos von privat, Händler, Dienstleistungen; 10-75 $ für JobsJaDie größte Kleinanzeigen-Seite der USA
Facebook MarketplaceMöbel, Haushalt, schnelle Verkäufe vor OrtKostenlos; 10 % (mind. 0,80 $) bei VersandJa (Facebook)Facebook-Konto nötig
OfferUpLokale Abholung, per HandyKostenlos; bezahlte Hervorhebung optionalJaSeit Sept. 2025 nur noch Abholung
NextdoorVerkaufen oder Verschenken in der NachbarschaftKostenlosJaBereich „For Sale & Free“, Adresse wird verifiziert
eBaySammlerstücke, alles was sich verschicken lässt250 Gratis-Angebote/Monat, dann 0,35 $; 13,6 % beim VerkaufJaBundesweite Käufer, keine Kleinanzeigen
MercariKleine Artikel zum VersendenKostenlos einstellen; 10 % beim VerkaufJaNur Versand
LocantoAllgemeine Anzeigen, Jobs, DienstleistungenKostenlos; bezahlte UpgradesJaGroßer Bereich für Kontaktanzeigen
HooblyHaustiereKostenlosNur WebÜberwiegend Tieranzeigen
OodleAnzeigen aus vielen Quellen durchsuchenKostenlosNur WebSuchportal, heute klein
GeeboJobs, Mietwohnungen, FahrzeugeKostenlosNur WebRund 100 US-Städte
ClassifiedAds.comEinfache Alternative zu CraigslistKostenlosNur WebAcht Hauptkategorien
AdpostAllgemeine Gratis-AnzeigenKostenlosNur WebWenig Publikum in den USA
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Die US-Alternativen zu eBay Kleinanzeigen

Craigslist

Craigslist kommt dem deutschen Kleinanzeigen am nächsten: eine Seite pro Stadt oder Region, mit Rubriken für Verkauf, Wohnungen, Jobs, Dienstleistungen, Gigs und Community. Seit 2019 gibt es eine offizielle App. Die meisten Anzeigen sind kostenlos, in den USA kosten aber Autos, Wohnmobile und Motorräder von privat 5 $, alle Händleranzeigen 5 $, Dienstleistungen 5 $, Gigs in manchen Regionen 3-10 $, Jobs 10-75 $, Gewerbeimmobilien 5 $ und Mietwohnungen in Boston, Chicago und New York 5 $ (Craigslist-Gebühren). Laut Similarweb lag craigslist.org im September 2026 auf Platz 49 aller Websites in den USA, weit vor jeder anderen Kleinanzeigen-Seite (Similarweb). Optisch wirkt die Seite wie aus den 90ern, das ist normal.

Facebook Marketplace

Marketplace läuft innerhalb von Facebook, und viele Amerikaner schauen dort zuerst nach Möbeln, Haushaltsgeräten oder Babysachen. Lokale Verkäufe mit Übergabe vor Ort sind kostenlos. Läuft ein Verkauf über Meta (Versand), zahlen private Verkäufer 10 % pro Transaktion, mindestens 0,80 $; der Verkäuferschutz gilt nur in den USA und für Artikel bis 500 $ (Meta-Bedingungen).

OfferUp

OfferUp ist ein App-Marktplatz für lokale Käufe mit Bewertungen und Chat. Inserieren ist kostenlos, Hervorhebungen kosten extra. Den bundesweiten Versand hat OfferUp 2025 eingestellt: Seit dem 23. September 2025 sind neue Angebote nur noch zur Abholung, bezahlt wird beim Treffen. Die frühere App Letgo ging 2020 in OfferUp auf (OLX Group).

Nextdoor

Nextdoor ist das Nachbarschaftsnetzwerk der USA. Im Bereich „For Sale & Free“ siehst du Angebote aus deiner und den umliegenden Nachbarschaften, gut für Sperriges, Verschenken und lokale Dienstleistungen. Zum Inserieren brauchst du ein Konto mit bestätigter Adresse, praktisch also erst, wenn du schon in den USA wohnst.

Locanto, Hoobly, Oodle, Geebo, ClassifiedAds.com und Adpost

Das sind die kleineren kostenlosen Kleinanzeigen-Seiten, die in den USA noch laufen. Locanto deckt Jobs, Wohnungen, Dienstleistungen und Verkauf in über 60 Ländern ab, ist kostenlos mit bezahlten Upgrades und hat Apps für iPhone und Android; in den USA hat es einen großen Kontaktanzeigen-Bereich. Hoobly ist kostenlos und dreht sich vor allem um Haustiere. Oodle, früher eine große Suchmaschine für Kleinanzeigen, listet noch Waren, Autos, Mietobjekte, Immobilien und Jobs, ist heute aber klein. Geebo gibt es seit 1999, mit Seiten für US-Städte zu Jobs, Mietwohnungen und Fahrzeugen. ClassifiedAds.com und Adpost sind einfache, kostenlose Anzeigenportale. Auf all diesen Seiten gibt es deutlich weniger Käufer als bei den großen drei, schau also vor dem Inserieren, wie aktuell die neuesten Anzeigen in deiner Stadt sind.

Was „kostenlos“ in den USA bedeutet

Kostenlos inserieren heißt in den USA nicht immer kostenlos verkaufen. Die großen Plattformen sind bei lokaler Übergabe meist gratis und verlangen Gebühren, sobald verschickt wird:

  • eBay: 250 Gratis-Angebote pro Monat, danach 0,35 $ pro Angebot. Beim Verkauf 13,6 % der Gesamtsumme (Artikel, Versand und Steuer) bis 7.500 $ in den meisten Kategorien, plus 0,30 $ oder 0,40 $ pro Bestellung (eBay-Gebühren).
  • Mercari: kostenlos einstellen, dann 10 % vom Artikelpreis plus Versand; Käufer zahlen 3,6 % Käuferschutzgebühr (Mercari-Gebühren).

Faustregel: Möbel, Sperriges und Autos lokal über Facebook Marketplace, OfferUp oder Craigslist verkaufen, wo es gratis ist oder 5 $ kostet. Kleine Artikel, die sich leicht verschicken lassen, über eBay oder Mercari, und dafür 10-15 % des Preises an Gebühren einplanen.

Tipps für Deutschsprachige: Kleinanzeigen in den USA richtig nutzen

Bezahlen: Bargeld, Zelle und Venmo

PayPal kennt man in den USA auch, aber bei lokalen Deals wird meist bar bezahlt oder per Zelle oder Venmo. Beide funktionieren nur mit einem US-Bankkonto bzw. einer US-Handynummer, und beide haben Haken:

  • Zelle ist eine Sofortüberweisung zwischen US-Banken. Banken sagen ausdrücklich, dass es keinen Käuferschutz gibt und eine Zahlung in der Regel nicht zurückgeholt werden kann (Wells Fargo). Nutze Zelle nur mit Leuten, die du kennst, oder erst, wenn du die Ware in der Hand hast.
  • Venmo schützt nur Zahlungen, die als „Goods & Services“ markiert sind; der Verkäufer zahlt dann 2,99 % Gebühr. Normale Zahlungen an Freunde sind nicht geschützt, und Fahrzeuge, Immobilien und Gutscheine sind ganz ausgeschlossen (Venmo Purchase Protection). Wer dich bittet, „als Freund“ zu zahlen, will meist die Gebühr sparen, und du verlierst den Schutz.
  • Bargeld ist bei Abholung weiterhin am einfachsten: erst prüfen, dann zahlen.

Betrug erkennen

Laut der US-Verbraucherschutzbehörde FTC haben Menschen 2025 2,1 Milliarden Dollar durch Betrug verloren, der in sozialen Netzwerken begann. Mehr als 40 % der Betroffenen hatten etwas gekauft, das sie in einer Anzeige gesehen hatten, und die höchsten Verluste gingen von Facebook aus (FTC, 27. April 2026). Typische Maschen: Vorkasse für eine Wohnung, die du nie besichtigt hast; ein Käufer, der per Scheck zu viel zahlt und die Differenz zurück will; Bitten um Geschenkkarten, Krypto oder Überweisungen; und Nachrichten, die einen Bestätigungscode von deinem Handy verlangen. Gib solche Codes nie weiter.

Persönlich treffen

Triff dich an einem öffentlichen, belebten Ort und bei Tageslicht. Viele Polizeistationen in den USA haben ausgeschilderte Plätze für den Austausch („safe exchange zones“). Bei Wohnungen gilt: erst besichtigen, Vermieter prüfen, dann zahlen.

ZIP Codes und Städte

US-Seiten sortieren nach ZIP Code (fünfstellige Postleitzahl) und Umkreis in Meilen, Craigslist nach Stadt bzw. Region. Wenn du noch in Deutschland bist und einen Umzug planst, kannst du mit dem ZIP Code deines Zielorts schon Mietpreise, Gebrauchtwagen oder Möbel vergleichen. Zum Kontaktieren und Inserieren brauchst du aber oft eine US-Handynummer.

eBay Kleinanzeigen USA: was es nicht mehr gibt

Ältere Listen, auch frühere Versionen dieses Artikels, nennen Seiten, die in den USA keine Rolle mehr spielen. Stand Oktober 2026:

  • eBay Classifieds (ebayclassifieds.com), eBays eigene US-Kleinanzeigen, wurde 2016 geschlossen; die Adresse leitet heute auf ebay.com weiter.
  • OLX ist in den USA nicht aktiv. Die Seite listet Länder wie Brasilien, Polen, Portugal und Rumänien.
  • Gumtree ist eine britische Seite, nicht amerikanisch.

So haben wir die Seiten geprüft

Im Oktober 2026 haben wir jede Seite aufgerufen, geprüft, ob sie in den USA noch läuft und aktuelle Anzeigen zeigt, und die eigenen Gebühren- oder Regelseiten gelesen. Bei Apps haben wir nach offiziellen Apps für iPhone und Android gesucht. Gebühren stammen von den Plattformen selbst, Angaben zu Zelle und Venmo von Bank- bzw. Venmo-Seiten, Betrugszahlen von der FTC. Seiten, die nicht mehr laden oder die USA nicht bedienen, haben wir entfernt. Stand: Oktober 2026.

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